Lasertherapie

Erbium YAG-Laser

Bei dem Erbium YAG-Laser handelt es sich um einen Laser, der eine hoch energiereiche Lichtstrahlung

aussendet, die ganz kurzfristig in die Haut eindringt. Es kommt zu einer schlagartigen Erhitzung des

Zellwassers, die getroffene Zelle zerplatzt und mit ihr all das, was in der Zelle ist. Dadurch ist es möglich,

mit dem Laser das Gewebe in feinsten Schichten,Schritt für Schritt abzutragen. Wegen der nur sehr

umschriebenen thermischen Belastung kann dabei in den meisten Fällen auf eine lokale Betäubung

verzichtet werden. Der Erbium YAG-Laser ist deshalb heute das ideale Instrument für die Behandlung

bei Hautveränderungen, wie:

 

- gutartige erhabene Hautveränderungen

- Altersflecken

- Warzen

- vergrößerte Talgdrüsen

- Syringomen

- Glättung von Narben

- gutartige Muttermale

- Lichtschäden (aktinischen Keratosen) der Haut

- Verhornungsstörungen der Haut

  

KTP-Laserbehandlung

Der KTP Laser gehört zur Familie der Festkörperlaser und produziert Laserlicht innerhalb des

sichtbaren Spektrums. Die ausgesendete Lichtenergie wird u.a. vom Hämoglobin in den kleinen,

oberflächigen Gefäßen aufgenommen. Das darin enthaltene Eiweiß gerinnt und schädigt dabei

die Gefäßinnenwände. Im Verlauf der nachfolgenden Entzündungsreaktion legen sich die

Gefäßinnenwände aneinander und verkleben. Auf diese Weise kommt es zum Gefäßverschluss.

Durch eine Miterwärmung des umliegenden Gewebes treten für einige Stunden eine starke

Hautrötung und ein Hitzegefühl auf, später kommt es eventuell zu einer Schorfbildung.

Werden sehr viele Gefäße auf einmal behandelt, kann es auch vorübergehen zu einer leichten

Schwellung und / oder zu Bläschenbildung kommen. Der Vorteil des KTP Lasers gegenüber

herkömmlichen Therapieverfahren liegt in einer selektiven Therapie mit weitgehender Schonung

gesunden Gewebes, dem blutungsfreien, präzisen Arbeiten und der unkomplizierten, relativ

schnellen Wundheilung. Bei der Therapie vaskulärer Veränderungen ist unbedingt zu beachten,

dass das Endresultat frühestens nach 4-8 Wochen beurteilt werden kann. Wie jemand im Einzelfall

auf die Behandlung anspricht, hängt von vielen Faktoren ab. Die wichtigsten Faktoren sind

Gefäßgröße und ihre Tiefe unter der Haut. Auch der Grad der Bräunung hat Einfluss auf das

Behandlungsergebnis (ein Teil der Lichtenergie wird von den Bräunungspigmenten aufgenommen

und es gelangt insgesamt weniger Energie zu den Gefäßen).

Hautveränderungen, welche mit dem KTP-Laser behandelt werden können:

- Teleangiektasien (Couperose): feinste erweiterte Gesichtsäderchen

- rote Äderchen in Narben auch nach Bestrahlung

- Spider naevi

- Naevi flammei (Feuermale)

- Hämangiome

- Angiofibrome

- Lippenangiome

- Venous lakes

- Morbus Osler

 

Dioden-Laserbehandlung

Der Dioden-Laser erzeugt nicht sichtbares Infrarotlicht und wirkt bei menschlicher Haut thermisch

in einer Tiefe von 3-5 mm. Bei einem Laserimpuls wird die Lichtenergie vom Farbpigment des

Haares aufgenommen. Die aufgenommene Energie wird in Wäreme umgewandelt und abgestrahlt.

Dies führt im Bereich der empflindlichen Haarpapille und der Gefäßschlinge zu einer Schädigung

der Haarwurzel. Die umgebene Hautfläche wird auf 2-3 °C abgekühlt. Dies ermöglicht eine geringe

Schmerzentwicklung und minimiert die Nebenwirkungen. Es entsteht lediglich eine leichte Rötung,

die bereits nach 1-3 Tagen vollständig abklingt. Die Effektivität der Behandlung ist abhängig von

Haarfarbe, Haardicke und Tiefe der Haarwurzel in der Haut. Der typische Durchmesser eines

einzelnen Haares beträgt zwischen 0,03-0,1 mm. Helle und dicke Haare sind widerstandsfähiger

gegenüber der Laserbehandlung und benötigen daher eine höhere Energie für die Verödung.

Da die Haut nach jeder Art von Laseranwendung sehr empfindlich auf UV-Strahlen (Sonne, Solarium)

reagiert, muss sie 2-4 Wochen nach der Behandlung konsequent mit einem hohen Lichtschutzfaktor

(LSF 20-50) geschützt werden. Wird diese Vorsichtsmaßnahme nicht befolgt, kann es zu einer

fleckigen Bräunung im behandelten Hautbereich kommen.